Vater, da ich vor Dir stehe,

reiche Du mir Deine Hand,

damit ich all die Dinge sehe,

an denen so mein Herze krankt.

Damit ich lerne zu verstehen,

damit ich lerne zu verzeih'n,

damit ich kann vor Dir bestehen,

denn im Herzen sind wir Ein.

 

~*~~*~

 

Herr, Dank will ich Dir sagen,

im Herzen still und zart.

Herr, lass es mich nur wagen,

laut ~ wär nicht meine Art.

 

Herr, Dank Dir im Gebete,

von Herzen ~ aus dem Geist,

dass Du in dunk'len Stunden,

stets immer bei mir seist.

 

Verzogen sind die Wolken,

am Horizont strahlt hell und klar,

fast wie ein junger Morgen,

Dein Licht ~ wie eine Sonne, ja fürwahr.

 

Lob preisend will ich heben,

mein Angesicht zu Dir,

nach Deinem Worte streben,

mein Dank sei dies Gebet dafür.

 

~*~~*~

 

Herr, in Deinem Lichte wandeln,
ist meiner Seele stets Begehr',
in Deinem Sinne reden ~ handeln,
setz' falschem Denken mich zur Wehr.

Ach, an diesem Tage heute,
da Dein Sohn geboren ward,
möcht' ich sagen "Liebe Leute,
dies ist der neue Bund den Er uns gab".

Und meine Seele, ach sie jubelt,
da Er im Kind wollt' bei uns sein,
wenn 's auf der Erde noch so trubelt,
verlöscht die Dunkelheit durch Seinen Schein.

Helle wird es mir im Herze,
seh hinab bis auf den Grund,
im warmen Schein - gleich einer Kerze,
entreißt 's die Seel' dem Höllenschlund.

Lass niemals mich werden träge,
wenn Dunkelheit die Sicht versperrt,
führ' sicher mich ob aller Schräge,
als ob ich Deine Augen hätt'.

In diesem Licht erbitt' ich Gnade,
Vater, lass die Augen Dein,
auf meinem Weg bis jenseits meinem Grabe,
stets über meinem Leben sein.

 

 

 


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